Sonntag, 21. April 2019
Samstag, 23. Februar 2019
GEGEN DAS VERGESSEN - Gedenkstättenexkursion der siebten Klassen
Am 22. und 23. Feber besuchten wir das
ehemalige Konzentrationslager Mauthausen und den Lern- und Gedenkort Schloss
Hartheim. Während zur Zeit des Nationalsozialismus in Mauthausen die
Inhaftierten auf grausamste Art und Weise misshandelt und ermordet worden sind,
ist Schloss Hartheim vor allem als Ort der Tötung behinderter Menschen bekannt
geworden.
Im Gedächtnispark von Mauthausen betrachteten wir Skulpturen, die an die verschiedenen Nationalitäten erinnern, denen die Opfer angehörten. Einen besonders bedrückenden Eindruck machte auf uns der anschließende Besuch der Baracken und der Gaskammern. Außerdem gaben uns die Mitarbeiter/innen der Gedenkstätte aufschlussreiche Hintergrundinformationen zum „Alltag“ im KZ und zu den unfassbaren Verbrechen, die dort verübt wurden.
Im
Häftlingslager Mauthausen sind zwischen 1938 und 1945 etwa 195.000 Menschen
interniert gewesen. 4500 Juden fanden den Tod in der Gaskammer, mindestens
95.000 Inhaftierte starben an den Folgen der Zwangsarbeit in den anliegenden
Granitwerken und den unmenschlichen Arbeits- und Haftbedingungen sowie an der
mangelhaften Ernährung.
Am zweiten Tag besuchten wir Schloss Hartheim. Das ehemalige Pflegeheim wurde von den Nazis zu einer der sechs Euthanasieanstalten im Deutschen Reich umfunktioniert. Auf Grund des massiven Widerstandes seitens der Kirchen ließ Hitler am 4. August 1941die „Aktion T4“ einzustellen. Allerdings setzte er das Euthanasieprogramm in Form der industriellen Vernichtung von Menschen fort.
Wir
sind uns bewusst, dass die Besichtigung der Tatorte des Holocaust im KZ
Mauthausen und in der ehemaligen NS-Euthanasieanstalt Schloss Hartheim
(1940–1944) das Ausmaß der unfassbaren Verbrechen und Morde der
Nationalsozialisten für uns erst wirklich erfahrbar machen konnten und einen
unverzichtbaren Beitrag zur Gedächtniskultur darstellen. Die Biografien und
Fotos in den Gedächtnisausstellungen in Mauthausen und Hartheim verdeutlichen,
dass hinter den auf Tafeln und Glaswänden festgehaltenen Namen der Opfer
zahlreiche tragische Einzelschicksale stehen.
Weitere Informationen und Fotos zu diesem Thema finden Sie unter dem
Link: VOM SCHEINBAREN WANDEL DER DENKMÄLER / STADTRUNDGANG ZUM THEMA NATIONALSOZIALISMUS IN INNSBRUCK

Sonntag, 2. Dezember 2018
Mündliche Überlieferung und religionsphilosophischer Diskurs
MATERIALIEN FÜR DEN UNTERRICHT (Teil 3) Sokrates, Buddha, Konfuzius, Jesus. Einführung
in die Reflexionen von Karl Jaspers über Die
maßgebenden Menschen. Eine kommentierte Lesehilfe für den Unterricht
Vorwort
Karl Jaspers geht
im ersten Teil seiner Abhandlung Die
maßgeblichen Menschen der Frage nach, wie menschliche Größe definierbar
sei. Anschließend nimmt er auf Kriterien Bezug, nach denen diese bestimmt wird.
Im zweiten Teil beschreibt er das Wirken der historischen Persönlichkeiten
Sokrates, Buddha, Konfuzius und Jesus. Bemerkenswert erscheint, dass alle vier Persönlichkeiten,
obwohl von ihnen keine authentischen schriftlichen Aufzeichnungen erhalten
sind, eine breitflächige und differenzierte Wirkungsgeschichte ausgelöst haben,
die sich an den schriftlichen Quellen von Zeitgenossen orientiert. Welche Staubkörner der faszinierenden
Botschaften dieser vier außergewöhnlichen Menschen erhalten geblieben sind und wie
diese im Laufe der Zeit weiterwirken, erforscht Jaspers in Hinblick auf das
Bild, das sich die Nachwelt von diesen maßgebenden
Menschen gemacht hat.
Der vorliegende
Artikel stellt eine Rekonstruktion des Textes von Jaspers dar, wobei der
ursprüngliche Text hier in gestraffter Form vorgelegt wird. Sie ist als
Einführung in die Sichtweise der vorliegenden Thematik durch den bekannten
Mitbegründer der Existenzphilosophie gedacht und kann auszugsweise als
Diskussionsgrundlage zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema
„Weltreligionen“ im Unterricht verwendet werden.
Zweifellos enthält
die Abhandlung von Jaspers eine Reihe von Aspekten, die in der neueren
Philosophie, Religionswissenschaft und die Kulturwissenschaft vertieft
behandelt worden sind. Auf diese Aspekte kann aus Zeit- und Platzgründen in der
vorliegenden Arbeit nicht eingegangen werden.
Innsbruck, den 21.
September 2014 Martina
Helberger
MATERIALIEN FÜR DEN UNTERRICHT (Teil 3) Sokrates, Buddha, Konfuzius, Jesus. Einführung in die Reflexionen von Karl Jaspers über Die maßgebenden Menschen. Eine kommentierte Lesehilfe für den Unterricht
Inhalt
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Vorwort
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1.
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Was versteht
Jaspers unter menschlicher Größe?
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3
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2.
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Die maßgebenden
Menschen
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4
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2.1.
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Sokrates
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4
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2.2.
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Buddha
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5
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2.3.
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Konfuzius
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9
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2.4.
|
Jesus
|
15
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3.
|
Erörterungen
über die maßgebenden Menschen
|
19
|
Zusammenfassende
Schlussfolgerungen und Überlegungen aus der Perspektive der Ethik
|
21
|
|
Literatur- und
Abkürzungsverzeichnis
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22
|
Hier werden Sie zum E-Book weitergeleitet: Martina Helberger: Mündliche Überlieferung und religionsphilosophischer Diskurs
Interessante Links:
Wolfgang Müller-Funk zum fünfzigsten Todestag von Carl Jaspers:
https://oe1.orf.at/player/20190227/545487 ((Ö1: Gedanken für den Tag, 27.02.2019)
https://oe1.orf.at/player/20190228/545488 (Ö1: Gedanken für den Tag, 28.02.2019
)https://oe1.orf.at/player/20190301/545489 (Ö1: Gedanken für den Tag, 01. 03. 2019)
https://oe1.orf.at/player/20190302/545490 (Ö1: Gedanken für den Tag, 02. 03. 2019)
Samstag, 1. Dezember 2018
Materialien für den Unterricht (Teil 1): Aristoteles
Die praktische Philosophie und die Tugendlehre des Aristoteles – Inputs und Textgrundlagen für den Ethik-Unterricht
Mittelalterliche Darstellung des Aristoteles
ISBN-13: 978-3-903029-00-2
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Vorwort
Bis
heute beeinflusst die Nikomachische Ethik des Aristoteles[1] unser tägliches
Zusammenleben, unsere Ziele und unser Glücksstreben. In diesem Zusammenhang
stellt sich die Frage, worauf die nachhaltige Wirkung dieses über zweitausend
Jahre alten Textes beruht, der im gesellschaftlichen Umfeld einer griechischen Polis
entstanden ist.
Die
vorliegende Arbeit stellt eine kommentierte Kurzfassung der praktischen
Philosophie und der Tugendlehre des Aristoteles dar und basiert auf dem ersten
Teil (Kapitel I–VII) der von Wilhelm Nestle übersetzten Ausgabe der Nikomachischen
Ethik.
Dieses Werk nimmt
Bezug auf die Zusammenhänge, die zwischen den Auffassungen von
gesellschaftlicher Moral, den Tugenden, dem
Glücksstreben des Einzelnen im Kontext der Polis und den zur Lebenszeit des Philosophen (384–322 v. Chr.) gängigen
Rechtsvorstellungen bestehen.[2]
Die
in sprachlicher Hinsicht modernisierte Rekonstruktion der
Übersetzung von Wilhelm Nestle kann im Ethik-Unterricht als einführende Lektüre
und Input zum Thema ,,Aristoteles“ verwendet werden und Schülerinnen und
Schülern einen Text nahe bringen, der sich mit dem Ideal eines harmonischen und
sinnerfüllten Zusammenlebens in der Gesellschaft befasst. Die Zusammenfassungen
zu den einzelnen Kapiteln enthalten u. a. Schlussfolgerungen, die sich aus der
textimmanenten Betrachtung des Originaltextes ergeben. Dabei nehme ich Bezug
auf die Bedeutung, die einzelne Aspekte der aristotelischen Ethik für Rezipientinnen
und Rezipienten unserer Zeit aufweisen können.
Die
Gliederung und die Kapitelüberschriften habe ich von Aristoteles übernommen. Werktitel
und Ausdrücke, die der aristotelischen Terminologie entsprechen, werden in
Kursivschrift wiedergegeben.
Trotz
der aus heutiger Sicht antiquiert wirkenden Beispiele, die Aristoteles anführt,
wird die Aktualität des vorliegenden Textes gerade in unserem „modernen“ durch
außerordentliche Vielfalt gekennzeichneten Leben spürbar. Somit eignet sich die
vorliegende Lesehilfe zur Nikomachischen
Ethik als Einführung in das aristotelische Denken und dazu, die
Schülerinnen und Schüler behutsam an die Aristoteles-Lektüre heranzuführen.
Innsbruck, den 2. Jänner 2014 Martina Helberger
Teil 1
Vorwort
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2
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I.
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Ethik und Politik
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3
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II.
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Die Frage nach dem
höchsten Gut
|
5
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III.
|
Das Wesen der
Glückseligkeit
|
7
|
IV.
|
Die
Rechtschaffenheit und die zwei Hauptarten der Tugenden
|
10
|
V.
|
Die sittliche
Tugend – ein Ergebnis der Gewöhnung
|
12
|
VI.
|
Tugend – die Mitte
zwischen den Extremen
|
14
|
VII.
|
Die Freiheit des
Handelns
|
15
|
Zusammenfassende Schlussfolgerungen
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18
|
|
Literatur- und Abkürzungsverzeichnis
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20
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|
Anmerkungen
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21
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|
Materialien für den Ethikunterricht (Teil 1): Aristoteles
Materialien für den Ethikunterricht (Teil 2)
Ethik, Moral und Gerechtigkeit bei Aristoteles,Hannah Arendt und
Kant. Kommentierter Unterrichtsbehelf für den Ethikunterricht.
Materialien für den Unterricht (Teil 2): Ethik, Moral und Gerechtigkeit bei Aristoteles, Hannah Arendt und Immanuel Kant. Kommentierter Unterrichtsbehelf für den Ethik-Unterricht
Inhalt
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Seite
|
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Vorbemerkung
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3
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Unterrichtsplanung und didaktischer Kommentar mit Lösungen
|
5
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Anmerkungen
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16
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|
Literatur-
und Abkürzungsverzeichnis
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17
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Anhang
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Arbeitsblätter für Schüler/innen
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19
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Arbeitsblatt
1
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19
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Arbeitsblatt
2
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21
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Arbeitsblatt
3
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24
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Arbeitsblatt
4
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25
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Arbeitsblatt
5
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27
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Vorbemerkung
Der vorliegende Unterrichtsbehelf ist für die siebte Klasse der
Oberstufe (drittes Lernjahr) oder für die achte Klasse (viertes Lernjahr) für
fünf Unterrichtseinheiten zu je fünfzig
Minuten konzipiert. Thematisch handelt es sich um eine vertiefende
Auseinandersetzung mit dem Thema der Verbrechen des Nationalsozialismus, mit
Hannah Arendts Werk ,,Über das Böse. Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik“ sowie
mit grundlegenden Aspekten der Philosophie Immanuel Kants.
Als Textgrundlage habe ich die erwähnte Vorlesung Arendts und Textstellen
aus Kants Werken ,,Die Religion innerhalb
der Grenzen der bloßen Vernunft“, ,,Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“, ,,Kritik
der praktischen Vernunft“ sowie aus ,,Die Metaphysik der Sitten“ gewählt. Arendts Vorlesung eignet sich deshalb
so gut für die Auseinandersetzung mit diesem Themenbereich, weil die Autorin
auf die Problematik eingeht, die mit der Umdeutung des Begriffs ,,Moral“ zur
Zeit des Nationalsozialismus entstanden ist und weil in der siebten bzw. in der
achten Klasse vorausgesetzt werden kann, dass sich die Schüler/innen darüber bewusst sind, wie die
Begriffe ,,Ethik“ und ,,Moral“ im öffentlichen Diskurs verwendet werden.
An österreichischen Schulen findet in der Oberstufe eine für Schüler/innen
mehrtägige Exkursion nach Mauthausen oder Ausschwitz statt. Ich habe den
vorliegenden Unterrichtsbehelf deshalb konzipiert, weil ich davon überzeugt bin,
dass sich gerade der Ethik-Unterricht mit dem Thema der Pervertierung der
ethischen und moralischen Grundlagen zur Zeit des Nationalsozialismus befassen
sollte.
Darüber hinaus kann die vorliegende Unterrichtsplanung dafür verwendet
werden, um in der achten Klasse bereits bekannte Themen vor der Reifeprüfung
noch einmal zusammenhängend darzustellen und darüber zu reflektieren. In diesem
Zusammenhang werden die Schüler/innen
mit Hilfe von Arbeitsblättern dazu angeleitet, sich mit Textstellen bzw.
Videoclips zu den erwähnten Werken in Teams zu befassen, darüber zu diskutieren
und die Ergebnisse zu präsentieren.
Aus meiner mehrjährigen Unterrichtserfahrung im Fach ETHIK ist mir
bekannt, dass die Schüler/innen in der Oberstufe großes Interesse für eine
Auseinandersetzung mit den antiken Tugenden (Aristoteles) und mit Kants
,,Kategorischem Imperativ“ sowie mit dem Thema des ,,Bösen“ zeigen. Da Arendt
in ihrer Vorlesung wiederholt auf die antike Philosophie, auf die Wechselwirkungen zwischen ethischen
Traditionen und deren Einfluss auf moralische Vorstellungen Bezug nimmt, eignet
sich insbesondere das erste Kapitel ihrer ,,Vorlesung“ als Textgrundlage.
Methodisch werden die Schüler/innen durch gezielte Fragestellungen auf
bestimmte Textstellen aufmerksam gemacht, mit denen sie sich dann
auseinandersetzen sollen. Besonders Interessierten soll die Möglichkeit geboten
werden, sich näher mit der Thematik zu befassen und über Teilaspekte Referate/Präsentationen vorzubereiten. Als
Methode verwende ich das ,,Eigenverantwortliche Arbeiten und Lernen“.[1]
Den vorliegenden kommentierten Arbeitsplan (mit Lösungsvorschlägen) habe
ich entworfen, um eine nachhaltige Auseinandersetzung mit der vorliegenden
Thematik zu ermöglichen. Pro Stunde wird ein Arbeitsblatt ausgeteilt, das die
Schüler/innen im Rahmen des Unterrichts ausfüllen, am Ende der Stunde abgeben
und in der darauffolgenden Ethikstunde mit einem Feedback des Lehrers/der
Lehrerin versehen wieder zurückerhalten.
Die Arbeitsblätter enthalten einerseits kurze Input-Phasen, die die
Schüler/innen zunächst in Einzelarbeit lesen und dann mit ihren Partnen bearbeiten
sollen. (Textstellen markieren und mit Randbemerkungen versehen, strukturieren
und mit einem Partner darüber diskutieren, anschließend in der Kleingruppe
präsentieren). Diskussionen werden somit zunächst in Partnerarbeit und in
Kleingruppen vorbereitet und abschließend im Plenum diskutiert. In diesem
Zusammenhang sind verschiedene Diskussions- und Präsentationsformen möglich.
Besonders wichtig erscheint es mir, dass sich die Schüler/innen der
Gefahren bewusst werden, die entstehen, wenn die ethischen Grundlagen einer
Gesellschaft durch die Berufung auf eine ,,neue“, angeblich selbstverständliche
(im Falle des Nationalsozialismus verbrecherische) ,,Moral“ ersetzt werden, die
keinem der bisherigen ethischen Maßstäbe
gerecht wird.
Bevor sich die Schüler/innen mit den folgenden Aufgabenstellungen
befassen und das erste Arbeitsblatt ausgegeben wird, bietet es sich an, in
einer kurzen Diskussionsphase über folgende Leitfrage im Plenum zu diskutieren.
Die meisten unter Ihnen haben im letzten Schuljahr Mauthausen oder Ausschwitz
besucht oder werden heuer an einer Exkursion nach Mauthausen oder Ausschwitz
teilnehmen. Auch heute fragen wir uns noch, was die NS-Mörder dazu antrieb, ihre Verbrechen zu verüben.[2]
Der beiliegende Unterrichtsbehelf enthält nebst Empfehlungen für die
Steuerung des Klassenteams Hinweise zum Einsatz digitaler Medien im
Ethik-Unterricht. Alle angeführten Internetseiten und Videoclips werden in den
vorliegenden Arbeitsplan eingebaut und können, sollte in der Klasse kein Beamer
vorhanden sein, über das Smartphone erreicht werden.
Somit soll in dem vorliegenden Unterrichtsbehelf das kritische
Denkvermögen geschärft werden, indem bereits vorhandenes Wissen aktiviert,
systematisiert, erweitert und vertieft wird.
Innsbruck, den 6.
Oktober 2018
Mag. Martina Helberger
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Materialien für den Ethikunterricht (Teil 1): Aristoteles
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Materialien für den Ethikunterricht (Teil 1): Aristoteles
Weiterführender Link zum Vortrag (Beamer-Präsentation): Kant über Pädagogik, Martina Helberger, 2015 (1)
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